ElringKlinger-Hauptversammlung beschließt Sonderbonus

Der Dettinger Automobilzulieferer ElringKlinger wird für das Geschäftsjahr 2011 eine deutlich höhere Gesamtdividende an seine Aktionäre ausschütten.

Interview mit Dr. Stefan Wolf

Stefan Wolf: ElringKlinger hat ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 hingelegt. Da erscheint es nur angemessen, unsere Aktionäre am Erfolg zu beteiligen. – Bild: ElringKlinger

Über die für das Geschäftsjahr 2011 vorgeschlagene Regeldividende von 0,40 (0,35) Euro je Aktie hinaus beschloss die Hauptversammlung, die Aktionäre an dem einmalig erhöhten Gewinn in Form eines zusätzlichen Sonderbonus in Höhe von 0,18 Euro je Aktie zu beteiligen. Dem Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats, eine Gesamtdividende von 0,58 (0,35) Euro je Aktie zu bezahlen, stimmten die anwesenden Aktionäre beinahe einstimmig zu.

Umsatz überschreitet erstmals die Milliardengrenze

ElringKlinger profitierte im Geschäftsjahr 2011 neben der starken Fahrzeugnachfrage aus den Schwellenmärkten und Nordamerika von zahlreichen Produktneuanläufen. Zu dem starken Anstieg hat maßgeblich der Einmalertrag aus der im August 2011 erfolgten Veräußerung des Gewerbeparks Ludwigsburg beigetragen.

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Wolf zog ein positives Resümee über das zurückliegende Geschäftsjahr: “Erstmals in der Unternehmensgeschichte haben wir beim Umsatz die Schwelle von einer Milliarde Euro überschritten.“ 2011 hatte ElringKlinger einen Konzernumsatz in Höhe von 1.032,8 (795,7) Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war auf 148,7 (106,7) Mio. Euro gestiegen.

Für das Gesamtjahr 2012 plant der Konzern ein organisches Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent.

Hans-Ulrich Sachs wird neues Aufsichtsratsmitglied

Nachdem Dr. Helmut Lerchner sein Aufsichtsratsmandat altersbedingt niedergelegt hatte, wurde Professor Hans-Ulrich Sachs als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Sachs ist geschäftsführender Gesellschafter der BeTec GmbH, Adelmannsfelden und als Honorarprofessor für Unternehmensplanung an der Fachhochschule Esslingen tätig.

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ElringKlinger/kru

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Brose baut Fertigungskapazitäten in USA aus

Der Automobilzulieferer Brose baut seine Fertigungskapazitäten in Nordamerika für die Belieferung seiner Kunden Chrysler und Ford weiter aus.

Brose Nordamerika

Brose baut seine Fertigungskapazitäten in Nordamerika aus. – Bild: Brose

In New Boston im Bundesstaat Michigan wird der Mechatronikspezialist 2013 ein neues Produktionswerk für Tür- und Sitzsysteme in Betrieb nehmen. Neben dem Nordamerika-Headquarters in Auburn Hills und der Fertigungsstätte in Jefferson, wird New Boston der dritte Standort des Zulieferers im Bundesstaat Michigan und der neunte in der NAFTA Region sein.

Brose wird von New Boston aus das Chrysler-Montagewerk in Toledo im US-Bundesstaat Ohio mit Türsystemen beliefern. Ford wird aus dem Brose Werk Sitzverstellungen für diverse neue Fahrzeugmodelle beziehen.

Wie Scott Trujillo, Leiter Finanzen und Verwaltung Brose Nordamerika, berichtet, wurden im Rahmen der Standortauswahl zahlreiche Kommunen in den Vereinigten Staaten untersucht und bewertet. Ausschlaggebend für die Ansiedlungsentscheidung in New Boston war unter anderem die Nähe zu den wichtigen Geschäftspartnern.

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Brose/kru

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US: Detroit Three improve in supplier relationships survey

Toyota and Honda’s relationships with suppliers have slipped while Chrysler, General Motors and Ford have improved, the latest Planning Perspectives survey showed.
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CHINA: JVs boost SAIC April sales 12.6%

Sales by joint ventures with automakers including General Motors and Volkswagen helped SAIC Group boost sales 12.6% year on year to 367,600 vehicles in April. March growth was 10.4%.
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Klarheit über die Zukunft von Opel Bochum

Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel hat “dringend” Klarheit über die Zukunft des Bochumer Werks gefordert.

Rainer Einenkel

Rainer Einenkel: Bereits seit vielen Jahren belaste die ständige Unsicherheit und Unruhe die Menschen im Betrieb. – Bild: kg

Eine mögliche Verlagerung der Bochumer Produktion ab 2015 nach Rüsselsheim würde eine Schließung des Bochumer Werks zur Folge haben, sagte Einenkel am Mittwoch. “Das Bochumer Werk ist wichtig für den Gesamtkonzern und die Region.”

Bochum ist wichtig für Opel und die Region

Von der Zukunft des Bochumer Produktionsstandorts seien in NRW über 45.000 Arbeitsplätze direkt im Werk, in den Partnerbetrieben, bei Dienstleistern und Zulieferbetrieben betroffen. Bereits seit vielen Jahren belaste die ständige Unsicherheit und Unruhe die Menschen im Betrieb, verunsichere die Kunden und schädige nachhaltig die Marke Opel in ganz Deutschland, beklagte der Betriebsratschef.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation findet am Montag eine Belegschaftsversammlung statt, an der neben Unternehmenschef Karl-Friedrich Stracke auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als Gast teilnehmen soll. Während der Betriebsversammlung werde die Produktion im Werk ruhen, kündigte der Betriebsratschef an.

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dpa/kru

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Jörg Grotendorst wird CEO bei Inside e-Car

Anfang Juni 2012 übernimmt Jörg Grotendorst die Geschäftsleitung der Siemens “Inside e-Car” mit Sitz in Erlangen, die Komponenten und Systeme für den elektrischen Antriebsstrang in Pkw anbietet.

Jörg Grotendorst

Jörg Grotendorst wird CEO bei Inside e-Car. – Bild: Continental

Der 42jährige Diplom-Ingenieur begann seine berufliche Karriere vor 16 Jahren bei der Daimler AG und war später bei Ford tätig. Seit 2000 bekleidete er verschiedene leitende Positionen für den Automobilzulieferer Continental in Hannover, Nürnberg und Regensburg.

So baute Grotendorst unter anderem auch den Geschäftsbereich Hybrid & Electric Vehicles in Nürnberg auf und leitete zuletzt den Bereich für die Strategie- und Technologieentwicklung der Conti-Division Powertrain in Regensburg.

Die Leitung der Siemens-Einheit Inside e-Car übernimmt Grotendorst von Ralf-Michael Franke, dem CEO der Division Drive Technologies, der Inside e-Car bisher kommissarisch geleitet hatte.

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Siemens/kru

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US: GM axes paid for advertising on Facebook

GM is to halt paid advertising on social media website Facebook.
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CHINA: Honda JVs’ sales up 43% in April

Honda Motor’s Chinese joint ventures Guangqi Honda and Dongfeng Honda said they sold a combined 62,089 vehicles in April, up 43.2% year on year.
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US: Nissan starts redesigned Altima production

Nissan has begun production in the US of its fifth generation Altima after making over 4.4 m of the previous generations which date back to 1992 – the original was the US version of the Bluebird and replaced the Stanza.
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Schwäche beim Autoabsatz in Europa hält an

Der Pkw-Absatz in Europa bleibt das Sorgenkind der Automobilhersteller, während sich der chinesische und der US-Markt im April sehr robust entwickelten.

Neuwagen ZDK

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland bleibt stabil, während es in den meisten europäischen Ländern teils deutlich nach unten geht. – Bild: ZDK

Im April wurden in den 27 Ländern der Europäischen Union und den Mitgliedsländern der Europäischen Freihandelszone knapp 1,06 Millionen Pkw zugelassen, 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Hersteller, die vor allem auf den alten Kontinent konzentriert sind, geraten damit immer stärker unter Druck.

Abwärts ging es im April erneut vor allem in den Ländern, die im Zentrum der Schuldenkrise stehen: In Griechenland sanken die Neuzulassungen um mehr als die Hälfte, in Portugal um 42 Prozent und in Italien und Spanien jeweils um rund ein Fünftel, wie aus Daten des europäischen Herstellerverbandes hervorgeht. Nur in einer Handvoll Ländern gab es Zuwächse. Die einzigen großen Märkte, auf denen die Ampeln auf grün standen, waren der deutsche und der britische mit einem Plus von jeweils rund drei Prozent.

Volumenhersteller müssen Einbrüche hinnehmen

Auf der Verliererstraße waren auch im April vor allem die Volumenhersteller. Die Verkäufe der spanischen VW-Tochter Seat sanken europaweit um gut 22 Prozent, die der Fiat-Marke Alfa Romeo brachen sogar um fast ein Drittel ein. Der Absatz der krisengebeutelten Adam Opel AG sank um etwa 17 Prozent, wohingegen die Schwestermarke Chevrolet um gut ein Fünftel zulegte.

Auch die japanischen Hersteller konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen und verbuchten fast ausnahmslos prozentual zweistellige Minusraten. Eine der wenigen Gewinner war neben Chevrolet die südkoreanische Marke Kia, die um fast ein Fünftel zulegen konnte. Die deutschen Premiumhersteller BMW, Audi und Mercedes-Benz schafften ebenfalls leichte Zuwächse.

Die Mechanik, die dem europäischen Markt zu schaffen macht, ist einfach: Die Autonachfrage ist direkt an die Konjunkturentwicklung gekoppelt. Sind die Zeiten unsicher, schieben potenzielle Käufer nicht selten ihre Entscheidung auf die lange Bank und sorgen für leere Verkaufsläden.

Europamarkt wird sich weiter eintrüben

Nur in zwei der vergangenen zwölf Monate konnte der europäische Markt deshalb wachsen. In den ersten vier Monaten des Kalenderjahres 2012 summiert sich das Minus in Europa nach ACEA-Angaben insgesamt auf 7,1 Prozent. Und da wegen der Schuldenkrise in diesem Jahr wohl die Wirtschaftsleistung in der EU schrumpfen wird, sagen sämtliche Branchenexperten dem als weitgehend gesättigt geltenden hiesigen Automobilmarkt auch auf Jahressicht einen Rückgang voraus. Es wäre der vierte hintereinander.

Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sagte erst kürzlich in einem Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland, dass das Minus wohl bei rund 800.000 verkauften Wagen auf etwa 19 Millionen Stück liegen wird. Auch Christian Klingler, Vertriebschef von Europas größtem Autobauer Volkswagen, zeigte sich mit Blick auf Westeuropa zuletzt wenig optimistisch und warnte vor einer “weiteren Eintrübung der Märkte”. “Unsere Erwartungen haben sich aktuell nach unten entwickelt”, gestand der Österreicher ein.

Überkapazitäten rücken in den Fokus

Angesichts der schwachen Nachfrage rückt das Problem der Überkapazitäten zusehends stärker in den Fokus. In Europa nahmen einige Hersteller in der tiefen Wirtschafts- und Branchenkrise 2008/2009 anders als in den USA unter anderem wegen politischer Widerstände deutlich weniger Kapazitäten aus dem Markt. Opel-Chef Stracke schätzte unlängst, dass in Europa momentan insgesamt rund drei Millionen Autos zu viel gebaut werden können.

Die schwache Nachfrage und die Überkapazitäten sorgen dafür, dass kaum ein Hersteller in Europa schwarze Zahlen schreibt. Denn die Folge ist ein brutaler Preiskampf, mit dem die Unternehmen ihre Marktanteile verteidigen wollen. Bei Autobauern, die die Verluste in Europa nicht ausreichend auf anderen Märkten wettmachen können, geht seit einigen Wochen und Monaten die Angst vor Stellenstreichungen und Werksschließungen um. Dazu gehören unter anderem Peugeot, Opel und Fiat.

China und USA weiter mit Absatzwachstum

Während von einer Frühjahrsbelebung zwischen Nordkap und Sizilien nichts zu spüren ist, läuft es außerhalb Europas weiter blendend für die Automobilbranche. Der chinesische Automobilmarkt zog nach einem schwachen ersten Quartal im April wieder um 14 Prozent an, wie der deutsche Herstellerverband VDA erklärte.

Auch in den USA ging es weiter aufwärts: Obwohl es in diesem April drei Verkaufstage weniger gab als im Vorjahresmonat legten die Verkäufe von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um gut zwei Prozent auf 1,18 Millionen zu. Prozentual zweistellige Zuwächse verbuchte die Industrie nach VDA-Angaben zudem auf den wichtigen Schwellenmärkten Indien und Russland.

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Dow Jones Newswires/kru

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